Wer steckt hinter Air-Art-Project?

 

Mein Name ist Uwe aus der Familie Wenzel.
Ich wurde im März 1963 in Widdern a.d.Jagst geboren. Dort verbrachte ich die ersten sechs Jahre meines Lebens.

1969 zog ich mit meinen Eltern in den Stuttgarter Raum. Hier kam ich zur Schule, die ich bis 1978 besuchte. Danach begann ich eine Lehre als Modellbauer und schloss diese im Februar 1982 ab.

Anschließend sammelte ich Erfahrungen in verschiedenen handwerklichen Berufen. Ich war im Funktions- und Anschauungs-Modellbau, im Messebau und im KFZ-Bereich tätig.

Wie wird man Airbrush-Künstler?

 

Dass ich malen kann  entdeckte ich mit 8 Jahren. In der zweiten Klasse sollten wir im Zeichnenunterricht Indianer malen. Ich malte von einer Abbildung im Lesebuch ab. Die Vorlage war kindlich gemalt mit rundem Bauch und runden Beinen. Ich ich malte den Indianer genau so ab. Die Bilder der Schüler wurden im Klassenraum aufgehängt. Mein Bild hing ganz oben und war das zweite von links. Das war laut unserer Lehrerin der Platz, an dem die besten Bilder hingen. Ich hatte das zweitbeste Bild gemalt? Auf dem Bild, das vor meinem hing, waren mehrere Indianer drauf, und was für welche! Die hatten richtige Füsse, Beine, Arme, Hände, einen Hals – eben so, wie ein Mensch aussieht.

Ich war begeistert und geschockt zugleich. Der Klassenkamerad hatte meinen Ehrgeiz geweckt. Nach Schulschluss setzte ich mich hin und begann, meine Indianerfiguren abzumalen. Dies war die Geburtsstunde des Künstlers – und das Malen ließ mich nie mehr los.

Zur Airbrush kam ich aber erst 1989 mit 26 Jahren. Eine Airbrush-Pistole war eigentlich ein Geschenk an meine damalige Freundin, die Grafikerin ist (durch sie kam ich auch zur Beschriftung). Da ich schon immer einmal mit diesem Malgerät arbeiten wollte, probierte ich es einfach aus. Nach einigen kleineren Versuchen und dem Durchlesen eines Airbrush-Buches machte ich mich mit einer Step-by-step-Anleitung ans Werk. Zu meiner großen Überraschung gelangen die ersten Gehversuche recht passabel. Daraufhin entschloss ich mich, die Reserveradabdeckung meines Autos zu bemalen.

 

 

Die ersten Aufträge

 

Nachdem ich die Radabdeckung montiert hatte und damit durch die Gegend fuhr, bekam ich gleich mehrere Aufträge. Als Nächstes bekam ich zwei Gläschen Stofffarbe geschenkt, gelb und rot. Leider kann man damit nicht allzuviel anfangen, allso kaufte ich die restlichen Farbtöne und begann mit der Textilbemalung.

Um diese richtig abzusetzen, brauchte ich einen Abnehmer. Diesen fand ich in Erol Türkel der damals in Nürtingen eine Boutique namens Calypso besaß. Er war sehr interressiert und förderte mich fortan. Er brachte mich mit einem Textilgroßhändler zusammen. Ich entwarf Motive für Jeanshosen und bekam Aufträge für das Bemalen von 500 – 1000 Hosen im Monat.

1989 besuchte ich die Customworld in Karlsruhe. Dort traf ich auf Michael Thom, der gerade dabei war, für das Speditionsunternehmen Schuon einen Supertruck zu bemalen. Er führte mich in die tiefsten Geheimnisse der Airbrushkunst ein. Ich war lernbegierig und sog alles auf wie ein Schwamm.

1992 bemalte ich zusammen mit dem leider bereits 2010 verstorbenen Airbrusher Uwe Schönegge eine Gold-Wing 1500, die mit einem 270-stündigen Arbeitsaufwand in knapp 3 Wochen fertiggestellt wurde. Dieses Projekt brachte uns einen Bericht in den „Bike-News“ und in der frischgeborenen „Airbrush-Total“ ein.

Seit mehr als 25 Jahren bin ich im Geschäft und arbeite jetzt vorwiegend in den Bereichen Airbrush, Modellbau und Beschriftung.

Ich wünsche euch viel Spaß auf meiner Seite

Uwe